Hinweis
Weberreisen
Beginnend mit einer Klassenfahrt der Weberklasse 1999 in die Oberlausitz, habe ich diese Idee bis zur Weberfahrt 2009 in die Niederlande weiter geführt.Das war für mich persönlich schon der Wendepunkt. Es war die Zehnte Weberfahrt und einige fanden aufgrund der vielen Anmeldungen zweimal statt. In der Einladung zur Fahrt nach Oberfranken stand: Sehen----Zuhören----Begreifen----Staunen---Erfahren
Das hätte das Motto für alle Weberfahrten sein können. Die letzte Weberfahrt habe ich zusammen mit Roelie Schouten geplant und ausgeschrieben. Roelie hatte die Ideen, kannte die Menschen, die Museen und Produktionsstätten in den Niederlanden, und ich hatte die Erfahrung mit der Organisation und Durchführung einer Fahrt. Damals wurde mir klar wie es weitergehen kann! Ich gebe meine Erfahrungen gern weiter, fände es aber auch sehr gut, wenn Wandlungen stattfinden, wenn alte Gewohnheiten sich auflösen und Neues spannend wird. Es könnten auch Weberfahrten stattfinden, die sich speziellen Problemen widmen, die eine bestimmte Fragestellung der Weberei verfolgen. Christine Groß hat z.B. 2010 zu einer Weberfahrt nach Berlin eingeladen mit dem Schwerpunkt „Textiles in den Museen", und 2011 stellte Jutta Henrici mit der gruppe „Gänseauge" ihre Heimatstadt Bielefeld in den Mittelpunkt: „Leinenstadt Bielefeld". Aber weshalb sollte es überhaupt mit den Weberreisen weiter gehen? ! 1. Weberfahrten beinhalten eine Fort- und Weiterbildung, die auch anerkannt wird. 2. Erfahrungen auf Weberfahrten sind ein Gewinn: - wir „erfahren" Orte unserer Neugierde - erfahren, welche Rolle das Weben in der Region spielet und heute noch spielt - erfahren neuer Zusammenhänge und Gewinn an Wissen 3. Weberreisen sind eine willkommendse gelegenheit zum fachlichen Ausuausch, eine Verbindung zwischen den Regionen und zwischen den Menschen, die sich entschlossen haben, im Verein weben+ mit zu machen. Es ist ein Netzwerk entstanden! Und sogar überdauernde Freundschaften. Und das ist ein hoher Wert in dieser Zeit. Das Netzwerk Weberfahrten hat Fachtagungen und Foren bereichert durch die Begegnungen mit Menschen an den besuchten Orten in Ateliers, Manufakturen, Museen, Werkstätten, die als Gesprächspartner und Dozenten zu uns nach Kukate gekommen sind. Das gilt auch für das Textile Zentrum Haslach und für Oederan. Soll es weiter gehen? Es liegt an jedem Einzelnen von uns – an einem kleinen Team. Einige Vorschläge, die im Laufe der Zeit an mich herangetragen wurden und die ich gesammelt habe, will ich hier als Anregung weitergeben. In der Geschäftsstelle bei Anja Neumann-Lichtenberg werden Hinweise und Hilfen zu den Rahmenbedingungen und zur Organisation einer Weberfahrt ausliegen bzw. können verschickt werden. Heide Hanenkamp Celle, 20.1.2012




